Apfel-Cidre-Gelee Rezept

Apfelsaft, Cidre und eine exotische Gewürzmischung – ergeben zusammen das leckerste Apfel-Gelee aller Zeiten. Und hier verrate ich euch das Rezept!


Insgesamt 90 Gläser von diesem süßen Brotaufstrich habe ich als Gastgeschenk für die Hochzeit mit viel Ausdauer und Liebe gekocht. Dann noch schnell die Etiketten designed, geschnippelt und aufgeklebt fertig. Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Dann findet ihr hier die Zutatenliste und die Anleitung zum Nachkochen. Die Zutaten reichen für ca. 8x 200g Gläser (so wie ihr sie an der Hochzeit geschenkt bekommen habt). Die Gläser kann man entweder erst mal voll im Supermarkt kaufen und dann mit Genuss leerfuttern oder z. B. hier bestellt. Der Vorgang ist eigentlich ziemlich easy und kann auch von jedem, der nicht mit dem silbernen Kochlöffel im Mund geboren wurde, nachgemacht werden.

Zutaten:
725 ml hessischer Apfelsaft
25 ml französischer Cidre
1 Kg Gelierzucker (1:1)
2 TL Brecht Gewürzmischung “Delifrut” (das große Geschmacksgeheimnis!)
Eventuell ein Spritzer Zitronensaft (hilft beim Gelieren)

Zubereitung:

  • Den Gelierzucker, Apfelsaft, Cidre und die Gewürzmischung (+ event. Zitronensaft) in einen großen Topf füllen.
  • Die Masse unter Rühren zum Kochen bringen.
  • 4-8 Minuten weiter unter ständigem Rühren kochen lassen. (Je länger es kocht, desto fester wird es).
  • In vorbereitete Schraubgläser abfüllen und abkühlen lassen.

Bon Appetit!

Austauschtipp: Meine Trauzeugin Mony, von der die Rezeptidee ursprünglich stammt, verwendet statt Cidre lieber Calvados und mag es nicht so süß, weshalb sie 3:1 Gelierzucker verwendet. Für geübte Marmelade- und Gelee-Einkocher sicherlich kein Problem. Anfänger sollten sich vielleicht lieber erst mal mit der 1:1 Zuckervariante rantasten, die wird leichter fest.

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Schokolade für den Wettergott

Um festzustellen, dass dieser Sommer ziemlich bescheiden ist, brauche ich heute noch nicht mal aus dem Fenster ins Berliner Grau zu gucken. Es reicht schon aus, mir einfach den Regen aus den nassen Haaren zu schütteln – Modell begossener Pudel. Leider musste ich mehr oder minder zum Feierabend nach Hause schwimmen.

Da kommt man schon ins Grübeln: Wie wird wohl das Wetter an der Hochzeit sein? Das doofe daran ist, egal wie lange man darüber nachdenkt, man kann das Wetter ja doch nicht beeinflussen. Trotzdem habe ich heute ganz aufgeregt festgestellt, dass es auf wetter.com eine satte 16 Tagevorschau gibt. Die Folge: Ich fiebere nun den nächsten zwei Tage entgegen. Denn dann gibt es endlich schon mal die erste Vorschau auf das Hochzeitswetter. Natürlich sind solche langfristigen Prognosen immer mit Vorsicht zu genießen.

Aber ach, was heißt hier schon LANGfrist. 16 popelige Tage? Pah. Es gibt ja auch noch den 100-jährigen Kalender. Und der sagt für die Hochzeit “Heuwetter” voraus. D.h. Sonne, trocken, alles dufte. Schön wär’s.  Papa, kannst Du das mit Deiner Super-Wetterstation Zuhause bestätigen? Oder kann man den Wettergott mit Schokolade bestechen? Also zumindest bei mir würde das funktionieren. Und das Wetter könnte sich dann auch von seiner Schokoseite zeigen. Hach. Aber wahrscheinlich bleibt nur abwarten und Tee trinken. Letzteres macht ja gerade bei Regenwetter besonders viel Spaß. :-)

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Kudamm Shopping Guide mit Geheimtipps

Wie einige von euch mit Sicherheit wissen, befindet sich mein Büro mitten auf dem Kudamm. Wie ich dagegen weiß, nutzen viele von euch die Hochzeit für einen verlängerten Aufenthalt in Berlin. Ha, was läge da also näher, als dass ich meine Kudamm-Tipps an auch weitergebe. *grins*

Tatatata: Ich habe euch eine kleine Karte mit meinen Tipps zusammengestellt, mich allerdings dabei auf Kleidung und Schuhe beschränkt. (Zum Vergrößern draufklicken, zum Herunterladen, Ausdrucken und in die Tasche stecken hier zum PDF hüpfen. Und als obermegasuper Service, habe ich euch hier soweit es ging das ganze noch einmal in Google Maps angelegt.)

Kudamm Shopping Guide - zum Vergrößern auf die Karte klickenNa klar denken viele Nicht-Berliner, dass der Kudamm DIE Shopping Adresse schlecht hin ist in Berlin. Nun ja, ich bin da geteilter Meinung. Natürlich gibt es ab Höhe Bleibtreustraße jede Menge Gucci, Prada, Louis Vuitton, aber 1. welcher Normalstrebliche kann und will da einkaufen, 2. sind die Sachen dort wirklich originell? Beides: Nein. Dann lieber bei den kleinen, Berliner Designern in Mitte rund um den Hackeschen Markt (dazu ein anderes mal mehr), im Prenzlauer Berg oder Friedrichshain gucken – den wahren Shopping Paradisen.

Für wen lohnt sich ein Bummel über den Kudamm und vor allem entlang der Tauentzienstraße (sprich: Tauen-Ziiiiiehn-Straße, nicht Tau-Enzien-Straße wie ich am Anfang peinlicherweise dachte.)? Zur Info: Die Tauentzienstraße ist die Verlängerung des Kudamms in Richtung Osten, d.h. Richtung KaDeWe, welches sich übrigens nicht im feinen Charlottenburg, sondern in Schöneberg befindet! Zurück zum Thema, ein Shopping-Bummel in dieser Gegend lohnt sich insbesondere, wenn man auf der Suche nach folgenden Dingen ist:

- Sportbekleidung: 2 Adidas Stores, Nike Town, Puma und Karstadt Sport lassen grüßen

- Streetwear und Turnschuh: statt bei Foot Looker (ja, gibt’s da auch) unbedingt bei Solebox und Zebraclub vorbeischauen!

bekannte, junge Modeketten, die nicht in jeder mittelgroßen Stadt wie Gießen, Nürnberg oder Lübeck zu finden sind: z. B. Urban Outfitters, American Apparel, COS (ja, dit ist dieser Edel H&M, dessen Kleidung man fast immer in die Reinigung geben muss), Bershka (letzteres eingequetscht zwischen Desigual und Monsoon)

- H&M: denn davon gibt es in kürzester Schlagdistanz ungelogen gleich drei Stück auf dem Kudamm, wobei der größte mit Männer-, Kinder- und Übergrößenabteilung der mit der Hausnummer Kurfüstendamm 237 ist. (Was die Anhäufung an Läden anbelangt, hält da auf dem Kudamm glaube ich nur Douglas noch mit),

Und die Häuser dazwischen füllen bekannte Ketten wie Zara, Mango,Pimkie, Tally Wejl und Co. auf bzw. Einzelläden von bekannten Marken wie Marc’O Polo, Thommy Hilfiger oder Lacoste, in denen man endlich mal die ganze Kollektion erhält anstatt nur ein paar ausgesuchte Teile in gemischten Kaufhäusern wie Peek & Cloppenburg (wobei P&C auf dem Tauentzien echt groß ist.)

Geheimtipps fernab der Ketten

Zum Glück gibt es dann aber doch noch statt Ketten die kleinen Überraschungen wie de la Reh – ein Laden, der Öko-Mode verkauft, die aber gar nicht nach Öko, sondern nach hip und elegant aussieht. Oder mientus – gleich mehrfach vertreten und der Geheimtipp für Männer mit Stil! Aber auch Tatem ist eine echte Mode-Fundgrube (nicht allzu weit vom Kudamm entfernt gibt es in der Wilmersdorfer Str. 78 auch einen Tatem Vintage mit edler Second Season Ware, d.h. Mode, deren Saison gerade so abgelaufen und deshalb günstiger ist). Und bei rung.napa BERLIN sieht man mal, was skandinavische Mode fernab von H&M bedeutet.

Luxus-McDoof

Wo ich gerade so auf die Ketten geschmipft habe, muss ich ja doch eins zugeben: Auch wenn viele McDonalds wahrscheinlich uncool finden, der McDoof auf dem Kudamm ist anders und einfach nur zum Staunen (Kurfürstendamm 15, zwischen Diesel und Replay oben auf der Karte). Warum? 1. Es gibt hier in diesem Luxus-Mäckes Produkte, die es sonst (noch) nicht in anderen Filialen zu kaufen gibt! Das trifft insbesondere auf das McCafé zu (oder wer hat dort woanders schon pinke Macarons gesehen?). 2. Das Ambiente ist für den Burgerbrater außergewöhnlich: Im McCafé Teil erinnert es eher an ein Wiener Kaffeehaus mit seinen schweren Chesterfield-Ledersofas, Kachelofen, verwinkelten Räumen und dem Parkett. Im klassische Fast Food Bereich sitzt man auf Vitra Design-Stühlen (ca. ab 300 Euro das Stück), es gibt eine Bibliothek zum Lesen, die Architektur ist hell, luftig, modern, an einer Wand sind mehrere iPads aufgereiht zum kostenlosen Surfen und Bestellung können entweder am Verkaufstresen oder wahlweise an Computerterminals aufgegeben werden. Na neugierig? Das ist Berlin, hier sieht selbst ein schnöder McDonalds ein bisschen anders. :D

Mampfen

Natürlich kann man auch statt bei McDoof im Hard Rock Café Burger futtern (Achtung teuer!) oder doch nur ein T-Shirt kaufen. Und wem gar nicht nach Fast Food ist, findet direkt neben dem Hard Rock Café tagesfrische, günstige Suppen bei Soup Kultur (da gehe ich selbst oft in der Mittagspause hin), knackigen und von der Portion sättigenden Salat bei dean&david im Neuen Kranzler Eck (ich liebe den mit Ziegenkäse, Trauben und Walnüssen), leckere Tapas bei Mar y Sol oder Pizza und Pasta entweder in den 12 Apostel oder bei CROSS (alle drei Restaurants am Savignyplatz). Und zum Nachtisch was Süßes in Albrechts Pâtisserie (Fasanenstraße 29 zwischen Kudamm und Lietzenburger), im Kuchenladen in der Kantstraße/ Ecke Schlüterstraße , im My Cheesecake (einfach südlich der Lietzenburger Straße die Uhlandstraße weiterlaufen und dann rechts in die Ludwigkirchstraße einbiegen) oder bei Nibs in der Bleibtreustraße, nördlich vom Kudamm.

Möbel und Design

Wer sich dagegen für Möbel und Design interessiert, dürfte in der Lietzenburger Straße z. B. mit ligne roset, Bolia und Cramer + Cramer oder im Stilwerk auf der Kantstraße (in der sich übrigens auch die zwar in die Jahre gekommene, aber immer noch bei Promis beliebte Paris Bar befindet) oder bei Firma London und Habitare in der Nähe des Savignyplatzes glücklich werden.

Mhmm… wollte ich nicht eigentlich nur über Mode- und Schuhtipps schreiben? Naja, es schadet ja nicht. ;-)

Schuhe

Apropos Schuhe, die sind finde ich ein bisschen schwierig auf dem Kudamm zu kaufen. Da wird man höchstens bei Riccardo Cartillone und bei Schuhtick fündig. Leiser auf dem Kudamm oder Geox klingen dagegen nicht so sexy, oder? (Wobei es auch einen Budapester Outlet Store gibt  - dort kostet trotzdem alles noch ab 200 Euro aufwärst). Mein erneuter Vorschlag: Mitte ist da aus meiner Sicht ein deutlich besseres Schuhpflaster!

Nicht nur Touri-Meile bitte!

Zum Schluss noch ein Tipp: Es lohnt sich auf jeden Fall auch links und rechts des Kudamms in die kleineren Seitenstraße zu gucken.

Die Fasanenstraße südlich vom Kurfürstendamm ist eine wunderschöne, grüne Oase mitten in der Großstadt. Vom Kudamm Rummel ist da kaum noch was zu spüren z. B. im Literaturhaus Café mit seinem kleinen, aber feinen und denkmalschutzgeschützten Garten, beim Entlangschlendern an den Galerien – LUMAS ist für Fotokunst-Freunde genauso wie der Bücherbogen mit seinen tollen Kunst- und Designbüchern ein must see!

Die Mommsenstraße ist bekannt für ihre edel Second Hand Läden (da kann man sich Gucci, Chanel und Co. dann tatsächlich mal leisten).

Und bei Zwilling (Kudamm/ Ecke Uhlandstraße) oder KPM (= Königliche Porzellan Manufaktur, Kudamm/Ecke Fasanenstraße) findet sich mit Sicherheit auch ein untypisches Berlin Souvenir.

Jut, jetzte seid ihr auch echte Kudamm-Profis. Theoretisch. Viel Spaß demnächst in der Praxis!

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