Moderne Hochzeitslieder oder Kirchenklassiker mit Mitgrölfaktor?

Da sind se: Unsere modernen Hochzeitslieder zum gemeinsamen Singen. Uff! Aber warum stellen wir die euch überhaupt schon vorab im Blog vor? Hier erfahrt ihr es!

Die richtigen Titel für unsere Trauzeremonie zu finden, war vielmehr eine Liederqual statt einer Liederwahl, denn wir standen vor dem Problem, dass die Songs, die uns gut gefallen, den meisten wohl ziemlich unbekannt sind (mal abgesehen von den Freunden aus dem Kreuzbergprojekt. ;-) )

Hinzu kam, dass die meisten bekannten Choräle und Kirchenlieder, die vorzugsweise in Traugottesdiensten gespielt werden, entweder nach Kindergarten klingen (z. B. das “Danke”-Lied), sehr getragen und behäbig daher kommen (etwas “Großer Gott wir loben Dich” und “Herr Deine Liebe ist wie Gras und Ufer” ) oder einfach nur ausgelutscht sind (bspw. “Laudato si”).

Melodie und Text sagten uns bei den genannten Beispielen und ähnlichen Klassikern aus dem Gesangbuch-Repertoir überhaupt nicht zu, also mussten Alternativen her. Kein Problem, es gibt genügend moderne christliche Lieder, die wir kennen und mögen.

Wäre da nicht ein kleiner Haken: Findet man das als Gast eigentlich doof, wenn man kein einziges Lied kennt, das im Gottesdienst gespielt wird? Wartet man da ähnlich drauf wie auf das “Ja, ich will” (welches es bei uns in der Form auch nicht geben wird, da wir ein persönliches Trauversprechen statt des vorformulierten Textes sprechen werden. Ist halt schwierig mit dem Gottesbezug für uns beide.)?

Es geht also quasi um das “Ah, das kenn ich doch”-Gefühl.  Im Radio ist es ja übrigens genau so:  Die Leute freuen sich mehr darüber, ein Lied zu hören, das sie zwar schon tausendmal gehört haben, aber kennen und mitsingen können,  als ein viel cooleres, frisches, neues Lied .  Da schwingt auch ein bisschen Stolz mit, den Song erkannt zu haben und ein wenig die Freude darüber, dass das Radio “meine Musik” spielt. (Julia korrigiere mich bitte per Kommentar oder so, wenn ich das falsch im Kopf habe. Das hatte mir glaube ich mal mein ehemaliger Chef so in der Art erzählt.)

Kurzum: Unsere Kapazität uns auf neue Lieder einzulassen, ist begrenzt. Weshalb im Radio bei ganz neuen Titeln, die man noch nicht so richtig mitsummen kann und von denen man schon gar nicht so genau weiß, wie die anfangen, ja auch absichtlich vorweg immer ein Schnipsel aus dem Refrain gespielt wird, damit man gleich weiß “Ah, DAS Lied ist das. So, so das läuft also gleich. Habe ich ja doch schon irgendwann mal gehört.”.

Wenn man sich das so überlegt, hätte also vieles dafür gesprochen, doch so einen ollen Kirchengassenhauer mit aufzunehmen, den wirklich JEDER kennt. Aber andersrum gefragt: Wie viele Leute singen denn in der Kirche (insbesondere bei einer Trauung) überhaupt mit? Selbst bei Liedern, die sie sehr gut kennen.

Auf die Gefahr hin, dass nicht jeder sofort unsere Wunschlieder mitgrölen kann, haben wir uns dann letztlich für drei moderne Lieder entschieden. Trotzdem weiß eine schlaue Radiofrau ja, neu Lieder sollte man sicherheitshalber vorab “anhooken” (sprich: anhucken) und als “neu branden”  (sprich: brähnden).

Deshalb kommen hier schon mal unsere drei Lieder zum Anhören, sich dran gewöhnen und hoffentlich toll finden. Und den Text haben wir auch noch hinzugepackt, falls jemand schon mal üben will. *hihi* (Bitte nicht von den kitschigen Bildern in den Videos abschrecken lassen!)


Lied 1: Herr der ganzen Schöpfung

Strophe 1:
Herr der ganzen Schöpfung,
du spannst den Himmel weit.
Dein Licht erfüllt das Universum,
du regierst in Herrlichkeit.

Refrain:
Deine Größe erfüllt das ganze All.
Du bist heilig, heilig.
Und klein vor dir ist selbst der Sterne Zahl.
Du bist heilig, heilig,
du beherrschst alle Welt,
du beherrschst alle Welt.

Strophe 2:
Schon am frühen Morgen
freu ich mich an deinem Licht.
Und später, wenn die Nacht hereinbricht,
weiß ich du verlässt mich nicht.

Refrain:
Deine Größe erfüllt das ganze All.
Du bist heilig, heilig.
Und klein vor dir ist selbst der Sterne Zahl.
Du bist heilig, heilig,
du beherrschst alle Welt,
du beherrschst alle Welt.

Bridge:
Halleluja, wir erheben unseren Gott.
Halleluja, wir erheben unseren Gott.
Halleluja, wir erheben unseren Gott.

Refrain:
Deine Größe erfüllt das ganze All.
Du bist heilig, heilig.
Und klein vor dir ist selbst der Sterne Zahl.
Du bist heilig, heilig,
du beherrschst alle Welt,
du beherrschst alle Welt.

© Marc Byrd & Steve Hindalong, 2000
Deutsche Übersetzung: Arne Kopfermann

 


Lied 2: So groß ist der Herr

Strophe 1:
Ein König voller Pracht,
voll Weisheit und voll Macht.
Die Schöpfung betet an.
Die Schöpfung betet an.

Er kleidet sich in Licht.
Das Dunkel hält ihn nicht
und flieht, sobald er spricht,
und flieht, sobald er spricht.

Refrain:
So groß ist der Herr, singt mit mir.
So groß ist der Herr, ihn preisen wir.
So groß, so groß ist der Herr.

Strophe 2:
Von Anbeginn der Zeit
bis in die Ewigkeit
bleibt er derselbe Gott,
bleibt er derselbe Gott
als Vater, Sohn und Geist,
den alle Schöpfung preist,
als Löwe und als Lamm,
als Löwe und als Lamm.

Refrain:
So groß ist der Herr, singt mit mir.
So groß ist der Herr, ihn preisen wir.
So groß, so groß ist der Herr.

Bridge (2x)
Sein Name sei erhöht,
denn er verdient das Lob.
Wir singen laut:
So groß ist der Herr!

Refrain: (3x)
So groß ist der Herr, singt mit mir.
So groß ist der Herr, ihn preisen wir.
So groß, so groß ist der Herr.

©: Chris Tomlin, Jesse Reeves, 2004
Deutsche Übersetzung: Arne Kopfermann


Lied 3: Im Herzen ein Lied

Strophe (2x:)
Im Herzen ein Lied, ein Lied tief in mir,
ein Lied singe ich vor Dir,
denn Du schenkst die Freiheit,
die mich wieder tanzen lässt.

Und auch, wenn es Nacht wird,
sing ich, Herr, zu Dir,
denn Du bist so gut zu mir.
Und Du schenkst die Freiheit,
die mich wieder tanzen lässt.

Nur Dein Geist macht mich wirklich frei,
Du Schöpfer stehst mir immer bei!

Refrain:
Herr, Deine Liebe macht mich reich,
denn sie hört niemals auf. Wer ist Dir gleich?
Von Herzen sing ich Dir, lob deinen Namen, Herr.

Vor deinem Thron tanze ich nun,
Dir gehört, was ich bin und all mein Tun.
Von Herzen sing ich Dir, lob Deinen Namen, Herr.

Strophe:
Im Herzen ein Lied, ein Lied tief in mir,
ein Lied singe ich vor Dir,
denn Du schenkst die Freiheit,
die mich wieder tanzen lässt.

Und auch, wenn es Nacht wird,
sing ich, Herr, zu Dir,
denn Du bist so gut zu mir.
Und Du schenkst die Freiheit,
die mich wieder tanzen lässt.

Nur Dein Geist macht mich wirklich frei,
Du Schöpfer stehst mir immer bei!

Refrain:
Herr, Deine Liebe macht mich reich,
denn sie hört niemals auf. Wer ist Dir gleich?
Von Herzen sing ich Dir, lob Deinen Namen, Herr.

Vor deinem Thron tanze ich nun,
Dir gehört, was ich bin und all mein Tun.
Von Herzen sing ich Dir, lob Deinen Namen, Herr.

Nur Dein Geist macht mich wirklich frei,
Du Schöpfer stehst mir immer bei!

Refrain:
Herr, Deine Liebe macht mich reich,
denn sie hört niemals auf. Wer ist Dir gleich?
Von Herzen sing ich Dir, lob Deinen Namen, Herr.

Vor deinem Thron tanze ich nun,
Dir gehört, was ich bin und all mein Tun.
Von Herzen sing ich Dir, lob Deinen Namen, Herr.

© Darlene Zschech / Hillsong Publishing, 1999
Deutsch Übersetzung: Theo Eissler

Zum Schluss noch ein Hinweis: Ehrlich gesagt klingen die Lieder im englischen Original meist um einiges toller (aber immer noch lange nicht so toll, wie sie an unserer Hochzeit in der Version von Christoph und Claudius aka Too Late for Beauty klingen werden ;-) ), weshalb ich die Originalsongs oben rechts in der Playlist noch mal jeweils unter die deutsche Version gepackt habe.

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3 Responses to Moderne Hochzeitslieder oder Kirchenklassiker mit Mitgrölfaktor?

  1. Birgit + Herbert sagt:

    Super, super schön! Höre sie schon die ganze Zeit. Refrain sitzt schon

    • Miriam sagt:

      Wir finden sie auch schön! Und bis zur Hochzeit sind ja noch ein paar Tage. Bis dahin sitzt bestimmt der ganze Text. hihi :-)

  2. Marlies Satir sagt:

    Wunder schön habe sie mir mit Mama angehört :-)

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