Ob das Kleid Dir wirklich steht, siehst Du, wenn das Licht angeht!

Einige von euch werden es sicherlich auf Facebook mitbekommen haben: Das Brautkleid ist gefunden! Aber wie genau lief das alles ab? Ziemlich schnell – in gerade einmal 1,5 Stunden war die Sache klar. Natürlich bin ich euch noch einen ausführlicheren Bericht dazu schuldig. Da ich gerade allerdings leider viel mit der Organisation um die Ohren habe und dadurch weniger Zeit, um “schöne” Texte zu schreiben, kommt hier quasi ein von mir kommentierter Gastbeitrag von meiner Trauzeugin Mony, die mich beim Brautkleid begleitet hat. (Ist ja auch mal ganz nett, den ganzen Hochzeitsvorbereitungstrubel aus einem zweiten Blickwinkel zu sehen.) Den Originaltext und noch mehr Geschichten zu ihrem Trauzeuginnendasein könnt ihr euch übrigens in Monys Blog durchlesen. So, nach diesem Prolog zum eigentlichen:

“Knapp 80 Stunden war ich letzte Woche zur Mission Brautkleid in der Hauptstadt. Ich hatte ja ein wenig Angst, bevor wir losgelegt haben. Immerhin waren es da nicht mal mehr 130 Tage bis zur Hochzeit. Und das ist schon relativ knapp für den Brautkleidkauf, viele Ratgeber empfehlen diesen mindestens ein halbes Jahr vor dem Termin abzuschließen.

Ich hätte so ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn das nicht geklappt hätte. Wenn es nach der Braut gegangen wäre, dann wären wir nämlich vermutlich schon im November durch die Läden gezogen.

[...]

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Mittwoch ging sie dann los, die Mission Brautkleid. Um uns dazu vorab die nötige Gelassenheit zu verschaffen, sind die künftige Braut und ich zuerst zur Friedrichstraße gefahren. Dort um die Ecke Unter den Linden befindet sich das Nivea-Haus in Berlin.

Am Abend zuvor bekam ich mein Geburtstagsgeschenk von der Braut. Eine Lektüre und ein Wellness-Paket inklusive Gutschein für das Nivea-Haus. Den lösten wir vor Ort in eine HAPPY-FACE-Behandlung um – die angehende Braut gönnte sich natürlich auch eine.

Da ich ja in der Woche nach Berlin gefahren bin, und wir ja recht früh vor Ort waren, bekamen wir spontan einen Termin. Kaum hatten wir in der Lounge im hinteren Bereich Platz genommen und uns eine Flasche Wasser und zwei Gläser genommen, ging es schon los. Das Wasser blieb im Glas und wir wurden ein Stockwerk höher mit allerlei Kosmetika bearbeitet. Das war entspannend und ein super Einstieg in den Tag. Kann ich echt empfehlen! [Das war in der Tat entspannend. Schön, dass das Geschenk so gut ankam ;-) ]

Nebenwirkung der Behandlung: Wir waren abgeschminkt. Im Fall der Braut nicht wirklich tragisch, soll man doch beim Brautkleidkauf eh auf Kosmetika verzichten. Make-Up-Flecken machen sich nicht so gut auf noch zu verkaufenden Brautkleidern. Ich hatte mein Make-up zu Hause (genau, in dem 600 Km von Berlin entfernten Badezimmer) vergessen. Das war ziemlich blöd, aber wie gut, auf dem Weg zur S-Bahn lag ein Douglas. Da wurde mir sehr nett geholfen! Eine völlig neue Erfahrung für mich. Es schien sowieso alles zu passen an diesem denkwürdigen Tag.

Kurze Zeit später trafen wir im Hochzeitshaus am Spittelmarkt ein. Meine Freundin hatte dort einen Termin vereinbart, weil sie die Kleider von rosa clara so schön fand. [Zumindest in den Zeitschriften sahen die wahnsinnig toll aus!] Wir betraten den Raum und wurden von zwei Verkäuferinnen begrüßt. Eine nahm sich unserer an und musterte uns ziemlich genau. Es folgte die wohl obligatorische Frage nach dem eingeplanten Budget für das Kleid. Die künftige Braut gab Auskunft und die Verkäuferin war beruhigt. Ich glaube, vor allem meine leicht ausgelatschten gut eingelaufenen Chucks hatten sie ein wenig verunsichert. Dabei waren das nicht mal die mit dem Totenkopfmuster.

[...]

Dann wurde es richtig kritisch. Die Größe kam ins Spiel. Dabei hat meine Braut eine sportliche 40/42. Nannte aber die 42 (und gehörte damit nicht zum Großteil der weiblichen Bevölkerung, die die kleinere Größe genannt hätte). [Danke für das Kompliment. Aber bei französisch/ spanisch/ italienischen Größen wären die Kleider auch gar nicht anders zugegangen.]

Die Gesichtszüge der Verkäuferin entglitten wieder ein wenig. Hm, also in 42 habe ich ja kaum Kleider da. Das ist schon eine Größe, die nicht mehr so gefragt ist … . Ich schaute die Braut an, die Braut schaute mich an. Ich schluckte. Sie schluckte. Ich dachte vor allem an meine eigene Größe und wie ich möglichst unauffällig aus dem Laden weichen könnte … .

Nachdem die Braut auch noch meinte, sie wolle eigentlich ja gar keine Schleppe, fürchtete ich schon, ich bräuchte nicht mehr unauffällig den Laden verlassen, sondern würde gleich inklusive Braut im hohen Bogen rausgeworfen.

Die Verkäuferin aber schien sich an das Zitat ‘Lächeln. Die schönste Art, jemandem die Zähne zu zeigen’ zu erinnern. Sie suchte die wirklich einzigen 2 Kleider in der Größe raus. Mit Schleppe. Wobei Schleppe natürlich relativ ist. Sissi-like waren die nicht. Nicht mal Diana.

Ich wurde mit einem Apfelsaft in einem (Kennerblick!) IKEA-Glas auf einen barock angehauchten und mit neongelben Plastiklack bezogenen Sessel verwiesen und wartete. Vergeblich auf Sekt (gut, Apfelsaft war mir eh lieber. Aber dem Klischee entsprechend hätte ich die nächsten Tage doch dauerhaft leicht angesäuselt durch die Hauptstadt laufen sollen, oder?).

Auf dem Sesselrücken stand in verschnörkelter Schrift “Brides Maid“. Ich ließ verlauten, ich sei ja eigentlich eher die Maid of Honour, aber auf solche Spitzfindigkeiten hatten die Verkäuferinnen keine Lust (oder ausreichende Englischkenntnisse, was sie mir schon wieder fast sympathisch machte). Die Bestuhlung in Brautläden ist wirklich teilweise ganz schön “interessant”. Die Erfahrung machte ich noch öfters.

Kurze Zeit später öffnete sich das Tor zum Catwalk, der vor meinem und 7 weiterer solche Stühle (jeweils abwechselnd in der Farbgebung gelb und lila) entlang führte. Ob es wirklich Bräute gibt, die mit so einer großen Entourage kommen? Und wenn, hat so eine Braut schon jemals ein Brautkleid gekauft? Bei 8 Personen hat doch bestimmt immer Einer was zu meckern… .

Die Braut kam in dem ersten Kleid. Und da wusste ich: NEIN, das ist es ganz sicher nicht. Und wenn du, Schätzelein, das denkst, ich werde es verhindern!

Schätzelein (so würde ich die Braut in spe natürlich nie wirklich nennen [darum bitte ich auch, Liebelein]), dachte aber genauso. Puh! Glück gehabt. Keine Diskussion zwischen Brautzilla und Trauzilla.

Das Kleid sah oben aber auch total überfrachtet aus. Ein schönes Dekoletté kann ja auch betont werden, aber die Klunker müssen der Braut ja nicht gleich Übergewicht nach vorne bescheren, oder? Auch das zweite Kleid fiel bei mir und (das war natürlich viel wichtiger) bei der Braut aus ähnlichen Gründen durch. Wir wollten gerne schön schlicht. Aber die Kleider waren schlicht nicht schön.

Das waren die beiden Kleider, die in dem Laden verfügbar waren. Die Verkäuferin schaute uns mitleidig an. Ich fühlte mich noch wenigstens 10 Kilo schwerer [und ich erst!]. Wir waren eine halbe Stunde in dem Laden und ich fing an, mich innerlich auf das Schlimmste vorzubereiten. Was wäre, wenn wir innerhalb von drei Tagen kein Kleid finden? Am Wochenende kamen die Eltern meiner Braut, bis dahin sollte das Thema für die Braut bitte durch sein.

Da vollzog die Verkäuferin einen Akt der Nächstenliebe und sprach ihre Kollegin an: Sag mal, ihr habt doch oben auch Kleider in größeren Größen, hättet ihr denn jetzt noch einen Termin frei? Die Kollegin, die uns auch mitbegrüßt hatte, telefonierte und ging hoch. Wir folgten ihr kurze Zeit später und es wurde klar, wieso das Hochzeitshaus Hochzeitshaus heißt: Es gibt nicht nur ein Brautkleidgeschäft, sondern zwei. Und noch eine Tanzschule, einen Herrenausstatter und und und … .

3 Stockwerke höher ging es schlichter zu. Kein Pronovias (obwohl ich bei der Firma durchaus positiv an das Kleid meiner Schwester dachte, die darin vor über einer Dekade einfach traumhaft aussah), kein rosa clara. Dafür erwies sich unsere alte/neue Verkäuferin als echter Glücksgriff, sie entschwand mit der Braut, ich stellte kurz unsere Taschen ab und sah zu, den Anschluss nicht zu verpassen.

Ziemlich groß, diese Brautmodengeschäfte. Und irritierend viel weiß. Bin ich ja nicht gewöhnt. Aber hinter den Schuhen (die gab es übrigens nur noch in Größe 42 und nicht mehr in der benötigten 38 *haha*) waren die Beiden zu erkennen. Ich gesellte mich dazu und staunte über die Fülle an Kleidern. Auch in Größe 42.

Ab und zu garnierte ich die Auswahl mit einem Schwank aus dem Hochzeitsnähkästchen meiner Schwester. Die Verkäuferin fand das offensichtlich nicht total langweilig, und die Braut war froh, das ich von ihrer bevorstehenden Hochzeit ablenkte. Und ich konnte zwischen der (immer wiederkehrenden) Frage nach dem Material auch mal was anderes sagen. [Gut, dass Du Fragen gestellt hast. In meinem aufgeregten Zustand hätte ich das alleine nicht mehr auf die Kette gekriegt. Selbst bei Fragen nach dem Preis dachte ich mir "Ah ja, genau, das ist ne wichtige Info. Daran sollte man denken." Kurzum ich war total durch den Wind!]

Die Verkäuferin und wir zwei entschlossen uns für 5 Kleider, die “wir” anprobieren wollten. [Wollten? Ich habe gesagt okay, ich bin für alles offen...] Dabei offenbarte die Verkäuferin uns ihr Verkaufsprinzip, jedes Kleid sollte toller aussehen als das vorherige. Sie sortierte. Das erste Kleid war relativ schmal geschnitten (Typ griechische Göttin), und hatte eine hellbraune Binde um die Taille, die mit ein bisschen BlingBling über dem Bauchnabel garniert war. Keine Schleppe. Wie gewünscht.

Die meisten angehenden Bräute wollen keine Schleppe, nur wenige gehen ohne aus dem Geschäft. Das Brautkleid der Träume und das Brautkleid, welches gekauft wird, sind oft sehr unterschiedlich. Wie soll man das auch vorher wissen, man hatte ja vermutlich vorher noch nie eins an.

Mit solchen Weiss/ßheiten wurden wir auch im späteren Laden belehrt. Ob die Verkäuferinnen recht behalten haben, kann ich natürlich nicht verraten. Und natürlich gibt es auch kein Foto, man darf die Kleider nämlich erst dann fotografieren, wenn man sie nimmt.

[...]

Nennt mich spießig, aber für mich hat an einem Brautkleid keine Farbe was zu suchen ich bin da ziemlich klassisch auf (Creme)weiß fixiert (nur bei mir selbst wäre ich sehr auf Schwarz festgelegt)!

Das nächste Kleid (Insgesamt laufende Nr. 4) blieb bis zum Schluss meine No.3. Die nächsten beiden Kleider übertrafen das Kleid auf jeden Fall nicht. Der Versuchsaufbau der Verkäuferin war damit eigentlich gescheitert. Trotzdem wurde er ein Erfolg. Ihr ausgesuchtes Kleid No.5 (und damit lfd. Nr. 7) war DAS KLEID!

Keine Frage. Ich wusste das natürlich schon, als wir das Kleid im Nebenraum auf dem Ständer gesehen hatten!

So ein kleines Detail war ausschlaggebend, ich war sofort verliebt in dieses Kleid. Die Braut war da (wenn ich die Blicke richtig interpretiert habe) noch eher skeptisch (ach, es ging gar nicht darum, dass ich das toll fand?): Ich kann das ja mal anprobieren… . Aber was sollte sie alleine auch gegen die Verkäuferin und mich ausrichten? Da blieb nur genau diese Option!

Und schon bevor das Kleid richtig geschnürt war (was für ein Aufriss jedes Mal) wusste ich: DAS IST ES! Und auch in der Braut (die noch nicht einmal Apfelsaft getrunken hatte) schien der Blick auf das Kleid etwas zu bewirken. Sie bekam knallrote Wangen!

Ich versuchte ja, mein knallhartes Pokerface aufzusetzen und nicht kreischend in die Höhe zu springen und zu jubeln. [Diese Grimassen-Parade sah in der Tat sehr amüsant aus. Slapstick pur!] Ich dachte kurz an Mister Ollivander, jenen Zauberstabmacher, der zu Harry Potter sagte, jeder Stab würde sich seinen Zauberer aussuchen. So scheint es auch bei Brautkleidern zu funktionieren.

Und? Wie findest du das? riss mich die Braut aus der Winkelgasse. Wieder am Spittelmarkt angelangt sagte ich nur drei Worte: Das ist es! Die Braut sah das genauso. Wir juxten “Ob das Kleid dir wirklich richtig steht, siehst du wenn das Licht angeht“. Ein Hoch auf Michael Schanze und unsere Fernsehsozialisation.

Wir überlegten, ob wir überhaupt noch einen der beiden vereinbarten Termine in den anderen Brautgeschäften wahrnehmen sollten. Um sicher zu gehen, entschieden wir uns für einen weiteren Termin, vereinbarten aber für den nächsten Nachmittag einen weiteren Termin im Hochzeitshaus. Brautkleider kann man dummerweise nicht reservieren. Aber es erschien uns besser, noch einmal ein anderes Geschäft aufzusuchen.

Obwohl wir uns da unserer Sache schon ziemlich, ziemlich sicher waren. Bei Facebook verkündete die Braut: “Mission completed”. Das verstand nur leider scheinbar niemand außer dem Bräutigam in spe und mir. Der war am Abend ganz offensichtlich überrascht, wie entspannt der Tag verlaufen war. Und da war er nicht alleine.

Am nächsten Morgen hatten wir einen Termin bei Felicita in Charlottenburg. Der Laden, der als Kulisse für Doctor’s Diary (ich erwähnte es) herhielt. Und in den ich so so gerne wollte. Der Laden liegt ein paar hundert Meter entfernt von der U-Bahn-Station Adenauerplatz. In deren Schlagdistanz liegen gleich drei Geschäfte für Brautmoden. Lilly Brautmoden, dann ein Laden mit ziemlich exklusiver und ausgefallener Brautmode und eben Felicita. Wir waren schon gegen 11 Uhr vor Ort. Den Termin hatten wir eigentlich erst um 11.30 Uhr. Da der Laden aber auch um 11 Uhr aufmachen sollte, eigentlich kein Akt. Wir vertraten uns ein wenig die Beine. Vielleicht war das Zufall, aber wir vertraten uns die Beine auffällig oft vor den anderen Brautmodengeschäften.

Um 11.15 war leider immer noch Niemand bei Felicita und wir fanden uns auf einmal bei Lilly wieder. Da hatten wir keinen Termin. Aber die Damen, die einen Termin hatten, waren nicht da. Und so wurden wir auf einmal umfassend bedient. Kurzer Faktencheck auch hier. Ich nahm vor den Umzugskabinen Platz und nahm mir einen Katalog.

Die Verkäuferin meinte, sie würde jetzt mal ein Kleid raussuchen, von dem sie meinen würde, das wäre es. Das wurde angezogen. Und vermutlich wäre es das auch geworden, wenn es nicht Brautkleid No. 7 gegeben hätte. Das Kleid No. 8 war auch richtig toll. Aber es fehlte das rote Leuchten im Gesicht der Braut. Was dann folgte, fand ich richtig prima. Die Verkäuferin hatte registriert, das ich in der Zwischenzeit den Katalog genauestens unter die Lupe genommen hatte und fragte mich, was ich denn für Kleider ausgesucht hätte. Endlich hatte ich mal das Sagen. Pah! [So war's und nicht anders. Ich hatte an dieser Stelle nur noch wenig zu melden, was aber kein Problem war, da ich mich gedanklich schon für MEIN Kleid entschieden hatte.]

Ich zeigte ihr ein Kleid: Das hier, das so aussieht wie das von der Vicky! Sie schaute mich an und grinste. Ich war bestimmt nicht die erste Person, der die Ähnlichkeit zwischen dem Kleid aus dem Katalog und dem Kleid, welches die schwedische Kronprinzessin bei ihrer Trauung trug, aufgefallen war. Es war superschlicht. Sah bei Prinzessin Victoria aber einfach besser aus. Und als Braut will man zwar aussehen wie eine Prinzessin. Aber bitte ohne reales Vorbild. Das sah ich dann auch ein.

Dann zog die Braut noch drei andere Kleider an, aber Nichts konnte das erste Kleid aus dem Laden hier toppen und auch das lies uns nur ganz kurz an unserer Entscheidung wanken. Unglaublich, wie schnell klar wird, was geht und was nicht geht. Wir verabschiedeten uns kurz und gingen.

[...]

Am Nachmittag betraten wir das Brautgeschäft im Hochzeitshaus am Spittelmarkt mit den Worten: Wir nehmen das Kleid. Also Nr. 7. Das passt übrigens auch super zum Hochzeitsdatum. Die Verkäuferin (die war so, so, so nett und fieberte so süß mit) meinte, sie müsste schauen, ob das Kleid noch da sei.

Äh, wie jetzt? Das wird doch niemand in den letzten 24 Stunden gekauft haben, oder? War doch klar, dass wir das nehmen, oder? Was ist denn, wenn es nicht mehr da ist, dann kann man das doch ruckzuck bestellen, oder? Diese Gedanken schossen nicht nur durch meinen Kopf, wie mich mein leicht nervöser Blick auf die Braut erahnen lies. [Oh ja, endlich ein Grund zur Panik!]

Aber alles gut, das Kleid war noch da, wurde anprobiert und endlich konnte ich Fotos machen. Mal mit mehr, mal mit weniger Accessoires. Unglaublich, was es alles gibt. Tiara, Schleier, Ketten, Ohrringe (auch eine lustige Geschichte), Haarreifen, Taschen, Stolas, Handschuhe. Und auch hier herrschte wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Auch die Accessoires wollten oder wollten eben nicht mit. Ohne Diskussion. Toll.

Zu der Zeit waren wir noch die alleinigen Kundinnen in dem Laden und bekamen die volle Aufmerksamkeit der 3 Verkäuferinnen, die immer noch neue Sachen holten. Wie gut, das wir uns für die Wochenmitte entschieden hatten. Auf dem Teppich, auf dem jetzt alleine fröhlich posiert wurde, standen sich am Samstag nämlich vier angehende Bräute auf den Füssen (die Brautmutter wollte das Kleid auch gerne zeitnah sehen, und deshalb war die Braut zum dritten Mal in der Woche dort). Ich knippste fröhlich weiter und gratulierte uns zu der Entscheidung, einen weiten Bogen um mögliche Stressfaktoren zu machen.

Ziemlich zum Schluss kamen zwei junge Damen, auch auf der Suche nach dem passenden Kleid. Wenn wir noch eine Bestätigung gebraucht hätten, dass das Kleid die richtige Wahl war, dann hätten wir sie in den Blicken der Beiden gefunden. Brauchten wir zwar nicht, freuten uns aber natürlich trotzdem über die Zustimmung, die wir dort sahen! Und auch bei der Braut wirkte das Kleid erneut. Die Wangen wurden wieder rot (und nur ich hatte mittlerweile meinen ersten, einzigen und wohlverdienten Sekt getrunken!).

Die Verkäuferin erzählte noch von einer Braut, der es so ähnlich gegangen war wie meiner Braut. Auch diese hätte sich in ein Kleid verliebt, hätte aber auch nicht sofort zugegriffen. Am nächsten Tag sei das Kleid dann weg gewesen. Und bis zur Hochzeit hätte man das auch nicht noch einmal bestellen können. Das wäre bei uns übrigens zeitlich auch nicht machbar gewesen. Allein die Vorstellung klang bei mir ziemlich nach Horrorfilm (und ich mag keine Horrorfilme)! Bei der Braut wohl auch, ein, das war mir so gar nicht klar, konnte ich aus ihrem Mund vernehmen. Der gleiche Satz schwirrte auch in meinem Kopf umher. Aber: Ende gut. Alles gut. Mission finally completed.

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2 Responses to Ob das Kleid Dir wirklich steht, siehst Du, wenn das Licht angeht!

  1. Birgit + Herbert sagt:

    Witzig geschrieben, und einfach ganz zauberhaft. Habt ihr beiden super gut gemacht.
    Miri sieht wunderschön in dem Kleid aus und das ganz ohne Styling. Wie wird sie erst aussehen an ihrem Hochzeitstag….
    Danke liebe Mony, dass du ihr eine so liebe Freundin bist
    Wir freuen uns sehr darauf, dich kennen zu lernen
    Die überglücklichen Brauteltern
    Birgit und Herbert
    und übrigens mission completed hatten wir auch verstanden

  2. Marlies Satir sagt:

    Auch ich hatte wieder sehr viel Spaß beim lesen freue mich schon so auf eure Hochzeit!!! bin auch sehr gespannt wie dein Kleid aussehen wird ( bestimmt ein Traum von Kleid ) !!! Und vor allem wie du darin Aussehen Wirst ( Traumhaft schön!!!) Leibe Grüße Marlies…

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